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Das Institut für Pathologie bzw. die Praxis für Pathologie wurde am 01.04.1981 von Prof. Dr. med. habil. Klaus Richter - damals Privatdozent - in Hannover gegründet und hat 1983 seine Räumlichkeiten in die Berliner Allee 48, wo sich noch heute das Institut befindet, verlegt. Das Institut wurde innerhalb weniger Jahre zunehmend von Krankenhäusern, niedergelassenen operativ tätigen Kollegen einschließlich Tageskliniken und Operationszentren frequentiert, so daß innerhalb kurzer Zeit die Eingangszahlen histologischer und zytologischer Untersuchungen pro Jahr ständig anstiegen. Die Sektionszahlen sind - dem Trend der Zeit entsprechend - von ca. 180 im Jahr 1982 auf ca. 25 im Jahre 1998 gefallen. Die Institutsräume befinden sich in der Berliner Allee 48 und z. T. in der Berliner Allee 50. Im Institut arbeiten über 50 Angestellte und ca. 15 Teilzeitkräfte, zehn Akademiker, darunter fünf Vollpathologen und eine Weiterbildungsassistentin für Pathologie. |
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Das Institut arbeitet vorwiegend als Einsendepraxis und erbringt zahlreiche histologische und zytologische Untersuchungen. Es verfügt über ein breites Spektrum histo- und zytochemischer, immunhistologischer und immunzytologischer Untersuchungsmethoden. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Molekularpathologie mit verschiedenen Untersuchungstechniken dar (DNA-in situ-Hybridisierung, fluoreszenzmikroskopische in situ-Hybridisierung bzw. FISH, Hybrid-capture-Methode, Polymerase-Kettenreaktion bzw. PCR, genomische Sequenzierung, Bestimmung von Mikrosatelliteninstabilitäten, etc.). DNA-Zytometrie wird zur Bestimmung des Ploidie-Grades bei bestimmten Prostatakarzinomen, Tumoren anderer Organe und an gynäkologischen und extragynäkologischen Ausstrichpräraten durchgeführt. Der Bestimmung des Ploidie-Grades kann eine große Bedeutung für das prognostische, therapeutische und metaphylaktische Prozedere metaplastischer, vor allem präkanzeröser und neoplastischer Veränderungen zukommen. Des weiteren umfaßt das Spektrum alle übrigen Gebiete der gynäkologischen und extragynäkologischen Zytologie. |
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Das Institut arbeitet in enger Kooperation mit zahlreichen
Krankenhäusern in Hannover und außerhalb Hannovers zusammen.
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Die Aktivitäten des Instituts für Pathologie umfassen das gesamte Fachgebiet der Pathologie unter Einsatz der entsprechenden Methoden der Zytologie, Histologie, Histochemie, Zytochemie, Immunhistologie, Immunzytologie, Molekularpathologie bzw. Molekularbiologie und DNA-Zytometrie. Das Institut ist Mitglied des Deutschen Gesundheitsnetzes (DGN). Dadurch besteht die Möglichkeit der verschlüsselten Befundübermittlung per e-Mail. Wahlweise erfolgt die Befundübermittlung zusätzlich oder ausschließlich per Postversand und/oder per Fax. Das Institut ist mit einer modernen Computeranlage (Netzwerk) ausgestattet und wird von der Firma Medos, Birkenweiherstr. 9, 63505 Langenselbold, betreut.
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Kammerzugehörigkeit: Zur vergrößerten Ansicht der
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In den letzten Jahren wurden vorwiegend Probleme
aus dem Gebiet der Molekularbiologie, z.B. familiäres Mammacarcinom
(BRCA1 und BRCA2), Mikrosatelliteninstabilitäten, Infektionen durch
humane Papillomaviren und deren Bedeutung für Pathogenese und Ätiologie
u. a. für das Analcarcinom und anogenitale kondylomatöse Läsionen
bearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen
umfaßt die Urinzytologie mittels immunzyto-logischer Untersuchungstechniken.
Die Ergebnisse wurden auf nationalen und zumeist internationalen wissenschaftlichen
Kongressen und Tagungen vor-getragen und z.T. veröffentlicht (u.a.
München, Hongkong, Siena, Buenos Aires).
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Das Institut verfügt über ein sehr leistungsfähiges zytologisches Labor, in dem speziell ausgebildete Fachkräfte bzw. Zytoassistentinnen arbeiten. Die Bearbeitung erfolgt mittels moderner Techniken. Im Institut werden jährlich ca. 30.000 bis 35.000 gynäkologische und extragynäkologische Untersuchungsaufträge bearbeitet. Die extragynäkologischen Untersuchungsaufträge umfassen punktions- und exfoliativ-zytologische Untersuchungen aus nahezu allen Fachrichtungen (z.B. Innere Medizin einschließlich Hämatologie; Gastroenterologie; Urologie; Gynäkologie; Chirurgie; HNO; Pulmologie; Radiologie usw.). Als ergänzende Methoden stehen immunzytologische, DNA-zytometrische und molekular-pathologische Untersuchungen zur Verfügung. Gynäkologische Untersuchungspräparate (Ausstrichpräparate) sollten vom Einsender fixiert werden. An Ausstrichen zur Krebsvorsorge bzw. an präventiven und kurativen zytologischen Ausstrichen können ohne zusätzlichen Aufwand für den Gynäkologen oder Abstrich entnehmenden Arzt weitere molekularpatholoische Arbeitsschritte durchgeführt werden wie z.B. Nachweis von Chlamydien,HPV bzw. humane Papillomaviren, Tuberkulose resp. säurefeste Stäbchen, DNA- zytometrische Untersuchungen des Ploidiegrades und weitere Fragestellungen aus dem Gebiet der Infektionspathologie. Extragynäkologische Untersuchungspräparate bedürfen lediglich der Lufttrocknung (keine weitere Fixation). |
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Immunhistologische und immunzytologische Untersuchungen werden in einem modern eingerichteten speziellen Labor mit versierten Fachkräften durchgeführt. Zwei computergesteuerte Immunostainer bzw. Färbeautomaten garantieren exakte und reproduzierbare Arbeitsgänge und sehr gute Untersuchungsergebnisse. Ein Panel von ca. fünfzig zumeist monoklonalen und polyklonalen Antikörpern befindet sich ständig im Programm. Weitere Antikörper werden in Abhängigkeit von der klinischen und morphologischen Fragestellung bei den verschiedenen Anbietern bestellt. Für die Firma Medac führen wir immunhistologische Untersuchungen zur Testung der Spezifität und Sensitivität des monoklonalen Antikörpers 486p/13 durch.
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Das Institut verfügt über ein sehr leistungsfähiges Labor. In dem Labor arbeiten ca. 23 Mitarbeiterinnen (med.-tech. Assistentinnen; Arzthelferinnen). Er verfügt über sehr moderne technische Apparaturen, wie z.B. verschiedene Färbe- und Einbettungsautomaten, Entwässerungsautomaten, Eindeckautomaten, elektronische Rotationsmikrotome usw. Außer Hämatoxylin-Eosin-Färbung werden alle gängigen Spezialfärbungen einschließlich immunhistologische Untersuchungstechniken (siehe Immunhistologie) durchgeführt. Das Institut bearbeitet jährlich zahlreichen Untersuchungsaufträge, d.h. es werden ein vielfaches an Schnittpräparaten hergestellt. Die Operationspräparate, Punktate und Exzisionen werden in 4 bis 6 %igem gepuffertem Formalin oder nativ eingesandt. Schnellschnittuntersuchungen setzen die Einsendung nativer Operationspräparate, Punktate, Exzisionen etc. voraus. Allen Einsendern werden entsprechende Einsendegefäße, Untersuchungs-aufträge und freigemachte Versandtüten zugesandt. Die Zusendung zu uns erfolgt entweder auf dem postalischen Wege, per Boten oder per Taxi. Sog. kleinere Untersuchungsmaterialien (z.B. Biopsate und kleinere Exzidate) werden nach Möglichkeit noch am selben Tage fertiggestellt, so daß das Ergebnis noch am selben Tage dem Einsender zugesandt werden kann. Die Untersuchung pathologisch-anatomischer Gutachten bzw. pathologisch-anatomischer Befunde erfolgt wahlweise per Fax, auf dem postalischen Wege, per Telefon und/oder per e-Mail. Die Versendung von Befunden von e-Mail setzt voraus, daß die einsendende Einrichtung Teilnehmer des deutschen Gesundheitsnetzes (DGN) ist. |
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Das Institut führt seit 1984 molekularpathologische Untersuchungen durch und war in Hannover damit eines der ersten pathologischen Institute, das derartige moderne Untersuchungsmethoden anbot. Seitdem wurden weitere molekularpathologische Untersuchungsmethoden etabliert, die in Abhängigkeit von der klinischen und morphologischen Fragestellung, zumeist im Rahmen der morphologischen Stufendiagnostik, eingesetzt werden. Molekularpathologische Untersuchungen stellen nicht nur ergänzende Methoden dar, sondern bilden oft den diagnostischen »key«. Sie werden im Rahmen der Tumorpathologie insbesondere der Lymphomdiagnostik (z.B. B- und T-Zell-Lymphome) als auch auf dem Gebiet der Infektionspathologie (HPV-Infektionen, Tuberkulose, Chlamydieninfektionen, Borreliose, spezielle Coli-Infektionen usw.) eingesetzt. Diese Untersuchungsmethoden können quasi an allen menschlichen Geweben und Flüssigkeiten durchgeführt werden: z.B. Exzidate, Biopsate, größere Operationspräparate, Ausstriche, Sputum, Höhlenergüsse, wie z.B. Pleuraergüsse und Aszites, broncho-alveoläre Lavage bzw. BAL usw. Das Spektrum molekularpathologischer Untersuchungsmethoden umfaßt
u.a.: Diese Untersuchungen werden u.a. in der Analyse des BRCA 1 und BRCA
2 sowie im 5.Untersuchung von Mikrosatelliteninstabilitäten (MSI) Im Rahmen von Analysen des hereditären nicht polypösen Coloncarcinoms (HNPCC).Den Untersuchungen werden immunhistologische Arbeitsgänge mit den Antikörpern hMLH1 und hMSH2 vorgeschaltet. Die Untersuchungen werden an eingesandten Biopsaten und Exzidaten von
Darmpolypen bzw. Adenomen und Karzinomen vonPatientinnen/Patienten ,
die jünger als 45 Jahre sind, durchgeführt (s.auch sog. Bethesda-Kriterien). Derartige Untersuchungensmethoden können auch an Tumorgewebe anderer Organe angewendet werden (z.B.Harnblasentumore). Hier drei Beispiele molekularpathologischer Untersuchungen anhand eines
In der PCR wird das Rearrangement der Immunglobulin-Schwerketten-Gene untersucht, wobei Primer für die »framework regions«2 (Fr2A) und 3 (Fr3A) verwendet werden, die Abschnitte in der variablen Region dieser Immunglobulin-Ketten darstellen. Bei identischen Rearrangements, wie sie bei B-Zell-Klonen (d.h. bei Vorliegen eines Non-Hodgkin-Lymphomes) vorkommen, entstehen in der PCR Amplifikate gleicher Länge (im Bereich von 240 bis 280 bp bei Fr2A bzw. 60 bis 160 bp bei Fr3A), zu erkennen als Bande im Elektrophoresegel, während bei einer uneinheitlichen Population von B-Zellen, wie sie z.B. bei chronischen Entzündungsprozessen beteiligt sind, unterschiedliche Rearrangements vorliegen, im Elektrophoresegel zu erkennen als »Schmier«.
In der PCR werden Primer verwendet, die im
Etwa 5 - 8 % der kolorektalen Karzinome zählen zu den hereditären nichtpolypösen kolorektalen Karzinomen (HNPCC), die dominant autosomal vererbt werden. Als molekulare Ursachen kommen Keimbahnmutationen in sog. Mismatch-Repairgenen (hMSH2, hMLH1, hMSH6, hPMS2) in Frage. Bei einer Genmutation können Nukleotid-Fehlpaarungen dann nicht mehr repariert werden, was insbesondere in einfach repetitiven DNA-Sequenzen (sog. Mikrosatelliten) gut nachweisbar ist. Solche Fehlpaarungen lassen sich mittels der PCR als Mikrosatelliteninstabilität (MSI) nachweisen. Weiterhin kann es bei malignen Tumoren letztendlich auch zu einem Verlust der Heterozygotie kommen, d.h. Verlust des normalen Allels an einem heterozygoten Genlocus. Der Nachweis von MSI bzw. LOH wird als Screeningmethode auf HNPCC durchgeführt.
Obere Kurve zeigt zwei Homozygotie des Mikrosatelliten D2S123 bei 180bp
in Normalgewebe. Obere Kurve zeigt zwei Allele der Länge 98 und 116 bp (dargestellt durch die label »BAT 26«) im Normalgewebe. Untere Kurve (Tumorgewebe) zeigt zwar ebenfalls noch zwei Allele derselben Länge, jedoch ist das zweite Allel in seiner Peak-Höhe nahezu bis zur Grundlinie hin erniedrigt, was für einenVerlust dieses zweiten Allels im Tumorgewebe spricht.
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DNA-zytometrische Untersuchungsmethoden können zusätzliche Informationen zur Charakterisierung und zum biologischen Verhalten verschiedener Tumoren bringen, die u.a. richtungsweisend für die therapeutische Tumorstrategie sein können. Besonders hat die Methode für Therapiestrategien bestimmter Prostatakarzinome und bei Mammakarzinomen und in der gynäkologische Krebsvorsorge an Bedeutung gewonnen. Der Nachweis einer DNA-Aneuploidie beruht auf einer DNA-Stammlinien Interpretation nach Böcking et al.(1993)(p<0.001;Kolmogoroff-Smirnow Test mit DNA-Stammlinie außerhalb von 1.85(c) und 2.15(c)). Die Interpretation des prognostischen Wertes der DNA-Daten basiert auf dem DNA-Malignitätsgrad nach Böcking und Auffermann(1983), der die Variabilität der DNA-Werte um den normalen diploiden Gipfel brücksichtigt. Untersucht wird nach Zellseparation und Feulgenfärbung mit computer-gesteuerten Geräten, die auf die Firma Leitz zurückgehen. Die Auswertung erfolgt entsprechend der Software und den Empfehlungen von Böcking. Prof. Richter ist Mitglied des »Arbeitskreises Diagnostische Zytometrie«. Rechts die Kopie eines Protokolls eines DNA-Histogramms
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Das Institut für Pathologie ist für die Durchführung
der Fluoreszenz
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Falls Sie eine Wegbeschreibung brauchen, |
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Sämtliche aufgeführten Vorträge/Präsentationen
sind als PDF hinterlegt. Pathologisch-anatomische Grundlagen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Molekularpathologische
HPV-Detektion Methodische und Vortrag Vortrag Vortrag Vortrag
Vortrag
Präsentation Präsentation Vortrag Präsentation Text (siehe Vortrag München 2009) Präsentation Vortrag |
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Sämtliche aufgeführten Vorlesungen
sind als PDF hinterlegt. |






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